Neugestalteter Erinnerungsort an das frühe Konzentrationslager Oranienburg eingeweiht

In der Berliner Straße in Oranienburg befindet sich der letzte erhaltene historische Überrest des ehemaligen Konzentrationslagers Oranienburg: eine rund 60 Meter lange Mauer.

Auf Initiative engagierter Bürgerinnen und Bürger sowie auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung hat die Stadt Oranienburg diesen in den 1970er-Jahren gestalteten Gedenkort gemeinsam mit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten – unterstützt durch eine finanzielle Förderung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen – grundlegend neugestaltet. Heute wurde der neue Erinnerungsort eingeweiht.

Vor der historischen Mauer informieren von heute an Stelen mit Bildern und Texten über die Geschichte des Konzentrationslagers, das Schicksal seiner Häftlinge sowie die dort Ermordeten. Ergänzt wird die Open-Air-Ausstellung durch einen Gedenkbereich für den Schriftsteller Erich Mühsam, der 1934 im KZ Oranienburg ermordet wurde.

Ein besonderer Blickfang ist der rund zehn Meter lange Schriftzug „Erinnerungsort Konzentrationslager Oranienburg 1933–1934“.

An der Veranstaltung für den neugestalteten Erinnerungsort nahmen erfreulich viele Oranienburger Bürgerinnen und Bürger teil.

Umrahmt von bewegender Musik sprachen die Oranienburger Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke, die Staatssekretärin im Bundesbauministerium Sabine Poschmann, der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Prof. Dr. Axel Drecoll sowie die Präsidentin der Fachhochschule für Polizei des Landes Brandenburg Prof. Dr. Heike Wagner.

Mit dieser Neugestaltung rückt die Stadt Oranienburg die Geschichte des frühen Konzentrationslagers, das sich einst mitten im Stadtgebiet befand, noch sichtbarer und stärker ins öffentliche Bewusstsein.