Liebe Freundinnen und Freunde,
die zahlreichen Gedenkveranstaltungen zum 81. Jahrestag der Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen liegen nun hinter uns. Es war schön, dass viele unserer Mitglieder und Freunde an den vielfältigen Veranstaltungen dabei waren.
Am 18.04.2026 fand das Gedenken an den Todesmarsch im Belower Wald statt. Es begrüßten die Teilnehmer Friederike Gehrmann, Leiterin der Gedenkstätte, Prof. Dr. Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Dr. Philipp Wacker, Bürgermeister Stadt Wittstock/Dosse.
Unter der Anwesenheit zweier Überlebender des KZ Sachsenhausens, Bogdan Bartnikowsi und Mykola Urban hielten Gordon Hoffmann., Vertreter:in des Brandenburgischen Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, Mireille Cadiou, Präsidentin der Amicale française, Dik de Boef, Präsident des Internationalen Sachsenhausen Komitees die Ansprachen.
Die Redner erinnerten an die Greueltaten der NS-Diktatur und ihrer Handlanger im Belower Wald und in den letzten Kriegstagen. Berichte von Überlebenden wurden zitiert und forderten uns auf, wachsam zu bleiben und sich für ein „Nie wieder!“ und Demokratie und Freiheit einzusetzen.


Am 19.04.2026 fand die zentrale Gedenkveranstaltung statt. Leider hatten wir den „Wettergott“ in diesem Jahr nicht auf unserer Seite und so musste die Veranstaltung im Neuen Museum stattfinden. Lediglich das dezentrale Gedenken und die zentrale Kranzniederlegung fanden an den dafür vorgesehenen Gedenkorten statt.
Der Überlebende Bogdan Bartnikowski, der als Kind im KZ Sachsenhausen in Oranienburg war sagte: „Möge dieser Ort nicht nur ein Denkmal der Vergangenheit sein. Möge er eine Warnung bleiben, denn all das begann mit Worten, mit Hass, mit Verachtung, mit der Verweigerung der Würde gegenüber einem anderen Menschen.“
Der Brandenburger Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte: „Jeder Einsatz für das Erinnern an die Schrecken der Vergangenheit und für Frieden und Völkerverständigung ist ungeheuer wichtig.“ Er wünsche sich an diesem Gedenktag nichts mehr, als dass dieser Einsatz Früchte trage. „Damit wir gemeinsam dafür sorgen können, dass sich Geschichte nicht wiederholt und damit wir erkennen, dass uns alle als Menschen viel mehr verbindet als uns trennt“.


Im Rahmen des dezentralen Gedenkens hat das Deutsche Sachsenhausen Komitee Blumen am Denkmal für die 27, an der Gedenktafel für die deutschen politischen Häftlinge, an den Gedenktafeln für die ukrainischen und belarussischen Häftlinge sowie am Obelisken niederlegt. An unserem Denkmal für die 27. „Klang der Erinnerung“ haben wir im Beisein ihrer Töchter auch ein Gebinde in Erinnerung an Christa Brade niedergelegt. Christa Brade war Gründungsmitglied unseres Vereins und war lange Jahre als unsere Schatzmeisterin tätig. Sie verstarb im Februar 2026.


Andreas Meyer Vorsitzender des DSK und des ISK
